Heiligabend ist die umgangssprachliche Form von Heiliger Abend. Es handelt sich um den 24. Dezember, dem Vortag des Weihnachtsfestes, an dem die Geburt Jesus gefeiert wird.
Traditionell findet in Deutschland am Heiligen Abend die Bescherung statt. Zu diesem Anlass werden am Abend des 24. Dezember Geschenke ausgetauscht und ein Essen im Kreis der Familie eingenommen. In christlichen Familien wird anschließend die Christmette besucht, ein Gottesdienst in den späten Abendstunden. Kirchlich betrachtet ist der 24. Dezember der letzte Tag der Adventszeit, an dessen Abend Jesus Christus geboren wurde.
Die Bescherung: Während in vielen englischsprachigen Ländern die Geschenke erst am Morgen des 25. Dezembers geöffnet werden, findet das Auspacken in Deutschland, Österreich und der Schweiz traditionell am Abend des 24. Dezembers statt.
Traditionelles Essen: Kulinarisch geht es an diesem Abend in Millionen Haushalten bewusst einfach zu. Der absolute Klassiker ist Kartoffelsalat mit Würstchen (etwa 34 % Beliebtheit). Dies geht auf die historische Tradition des 24. Dezembers als Fastentag zurück. Erst an den darauffolgenden Weihnachtsfeiertagen wird groß aufgekocht (z. B. mit Enten- oder Gänsebraten).
Kirchgang: Für viele Familien gehört der Besuch der Christmette (der Festgottesdienst am späten Abend oder in der Nacht) fest zum Ritual.
Heilige Nacht: Die eigentliche Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird liturgisch als Heilige Nacht oder Christnacht bezeichnet.


